Früher hatten Journalisten viel Zeit, um Kontakte zu pflegen und gut essen zu gehen. Und daneben war immer noch Luft, wohlformulierte Texte und gut gemachte Features zu schreiben. Es war sogar genug Zeit da, die eine oder andere verrückte Geschichte als erster herauszubringen. Heute sind viele Journalisten zu “Churnalisten” geworden (von churn = aufwirbeln, am laufenden Band produzieren), und aus einer ehrenvollen Aufgabe wurde eher eine „Massenproduktion“. Zeit ist offensichtlich eine sehr wertvolle Ressource.

Befragung von mehr als 110 Journalisten

Wir wollten ein bisschen mehr darüber wissen, wie Journalisten ticken. Also haben wir etwas mehr als 110 von ihnen befragt, wie sie Online-Content-Ressourcen nutzen, um ihre redaktionellen Geschichten anzureichern, was sie frustriert und was sie begeistert *. Die Ergebnisse sind faszinierend. Hier einige der Highlights …

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Das Positive: 65% der Befragten besuchen täglich Online-Content-Hubs. Sie neigen vor allem dazu, diese Seiten anzuklicken, wenn sie nach Geschichten suchen und / oder wenn sie eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten haben. Und im Durchschnitt bleiben sie dann etwa zehn Minuten auf der Seite.
  • Am nützlichsten finden sie Pressemitteilungen (97%). Über 90% von ihnen halten Texte in Kombination mit Videos und Fotos für hilfreich. 88% sehen Videos alleine als nützlich an, und 86% geht das bei Bildern so.

  • Interessanterweise sagte fast ein Drittel, dass redaktionelle, unabhängige Inhalte die wichtigste Ressource sind. Mehr als 60 % aber betrachten  Nachrichten von Unternehmen und Organisationen sowie redaktionell geschriebene Geschichten als ebenso wichtig.
  • Wir haben die Journalisten auch gefragt, was sie am meisten frustriert. Die wichtigste Antwort war: Wenn sie keine nützlichen Inhalte finden können (57%). 42% sagen, dass es sie nervt, wenn sie sich im Unklaren sind über die Rechtesituation und Beschränkungen in Bezug auf kostenlosen Content. 34% geben an, dass es sie am meisten nervt, wenn sie Medien nicht in sofort nutzbaren Formaten herunterladen können.  Es ist selbstverständlich, dass die Inhalte auf thenewsmarket.com und in unseren Online-Newsrooms in unterschiedlichsten Formaten und für alle registrierten Journalisten rechtefrei zur Verfügung stehen.

  • In Bezug auf die Registrierung ist es überraschend, dass die Mehrheit der Journalisten sich gerne akkreditiert, wenn es dafür vollen Zugriff auf das Material gibt (76%). Nur 6% würden es vorziehen, sich nicht registrieren zu lassen.
  • Schließlich geben 68% der Befragten an, auf Inhalte von ihrem Desktop aus zuzugreifen. Die Umfrageergebnisse zeigen jedoch auch eindeutig einen zunehmenden Trend, verschiedene Geräte wie Smartphones und Tablets für den mobilen Zugriff auf Inhalte zu nutzen.

(*Gesamte Antworten -114. Erhebungsdatum – Oktober 2017. Aufschlüsselung: 42% Onlinemedien; 35% Printmedien; 10% TV, 8% Blogger und 5% keine Antwort)